Die Grafen von THUN - HOHENSTEIN zählen zum Tiroler Uradel
und sind nach dem Stammhause im Nonstal benannt. Bereits 1145 wird Bartholdus
de Tonno urkundlich erwähnt. Seit 1448 waren die Thun Erbschenken des Fürstbistums
Trient, seit 1558 des Fürstbistums Brixen. Der böhmische Grafenstand wurde
ihnen 1631 zugesprochen. Die 1879 verliehene erbliche Mitgliedschaft des Herrenhauses
kam dem Fideikomiss Tetschen zu. Die Verleihung des österreichischen Fürstenstandes
in der Primogenitur mit dem Prädikat "Durchlaucht" erfolgte 1911. Unter den
Mitgliedern des Hauses traten besonders die Salzburger Erzbischöfe Guidobald
(1616-1668) und Johann Ernst (1643-1709), der Unterrichtsminister Leo (1811-1888)
und der Staatsmann Frank Anton Fürst von Thun und Hohenstein (1847-1916) hervor.
Mit der Familiengeschichte Thun-Hohenstein verbindet sich bisher keine große
Weinbaugeschichte.
Ferdinand Jakob Graf von Thun und Hohenstein kümmert sich nun um diese vernachlässigte Ader und erzeugt in Zusammenarbeit mit dem italienischen Oenologen Dr. Riccardo Cotarella Spitzenweine der Rebsorten Merlot und Syrah, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc.
